Einer der wichtigsten Einflussfaktoren für gelingendes Risk Management ist, die richtige Risikokultur, d.h. der richtigen Umgang einer Organisation und Ihrer Mitarbeiter mit Risiken und Schäden zu formen. Ein besonders bekanntes Schlagwort ist das der Fehlerkultur: werden Fehler aktiv oder passiv geleugnet, oder positiv genutzt um zukünftige Fehler zu vermeiden.

Was den oft notwendigen Risikokulturwandel angeht gibt es bei Healthcare Organisationen eine Besonderheit: sie sind ethos-stark, d.h. stark vom Berufsethos derer bestimmt, die in ihnen arbeiten. Konkret bedeutet das, dass kein Arzt, Pfleger oder sonstiger Mitarbeiter erst davon überzeugt werden muss, dass es gut ist, Schäden zu reduzieren. (Dies im Gegensatz z.B. zu Firmen, die ein Fehlverhalten erst als solches erkennen müssen - wie, historisch gesprochen, Zigarettenfirmen).

Der Ansatz von Ethical Cultural Change ist es, das Potenzial dieses Ethos fürs Risk Management gezielt nutzbar zu machen. Inspiriert ist er durch die Einsichten und wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Bereich Business Ethics. Z.B. Erkenntnisse über die verschiedenen Phasen, die ein Unternehmen im Rahmen eines ethischen Kulturwandels durchläuft - und welche Werkzeuge jeweils dabei helfen - können auf einen am Ethos ausgerichteten Risikokulturwandel übertragen werden.